|  |  | | DER SIBERIAN HUSKY |  |  |  |
Ursprung & Geschichte
Der Siberian Husky, der Samoyede und der Alaskan Malamute sind alles Rassen, welche vom Original-„Schlittenhund“ abstammen. Neuere DNS-Analysen bestätigen, dass dies eine der ältesten Hunderassen überhaupt ist, wie auch der Alaskan Malamute.
Rassen, welche vom ursprünglichen Inuit-Hund abstammen, waren einst in der gesamten nördlichen Hemisphäre verbreitet – von Sibirien bis Kanada, Alaska und Grönland.
Mit Hilfe des sibirischen Huskies waren ganze Volksstämme nicht nur in der Lage zu überlegen sondern auch noch weiter in unbekanntes, unwirtliches Land vorzudringen.
Der Siberian Husky stammt wie der Name schon sagt aus dem nördlichen Sibirien und war dort z.B. für die Tschuktschen und andere Nomadenvölker unentbehrlich.
Auch Admiral Robert Peary von der US Navy nutzte diese Hunderasse bei seinen Expeditionen auf der Suche nach dem Nordpol. Ob er diesen tatsächlich als erster erreicht hat, ist umstritten, jedoch nicht die wichtige Rolle der Hunde auf der Expedition.
Bekannt wurde der Sibirische Husky zuerst durch das Schlittenhunderennen „All Alaska Sweepstakes” Schlittenhunderennen (über 408 Meilen), bei dem ein aus Sibirien kommender Pelzhändler namens Goosak, 1909 mit seinen im Vergleich relativ zierlichen Hunden anmeldete. Er wurde zwar belächelt, da die Hunde so klein waren, aber er belegte auf Anhieb Platz 1
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Im Folgenden Jahr belegten Siberian Husky-Gespanne nicht nur den 1. Platz, sondern auch den 2. und 4. Platz. Die erste Zucht dieser Hunde in Alaska wurde dann 1910 von Leonard Seppala, einem norwegischen Musher (Schlittenhundeführer), gegründet.
Im Jahr 1930 wurden die letzten Sibirischen Huskies exportiert, da danach die sowjetische Regierung die Grenzen Sibiriens für Außenhandel schloss. Im selben Jahr wurde der Siberian Husky vom American Kennel Club als Rasse anerkannt. Neun Jahre später wurde die Rasse auch in Kanada anerkannt.
Die heutigen Siberian Huskies in Nordamerika sind weitgehend die Nachkommen der 1930 importierten Hunde sowie der von Leonhard Seppala.
Beschreibung
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Allgemein |
Der Körperbau ist grundsätzlich rechteckig in der Form, er ist wesentlich für die Zugarbeit beim Schlitten gebaut. |
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Körper |
Der Husky hat eine Sichelrute, die aber nicht über den Körper gerollt wird. Die Rute ist buschig und mit Stockhaar versehen, aber keiner (oder nur geringer) Unterwolle. |
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Kopf |
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Der Kopf des Siberian Huskys hat einen deutlichen Stopp und sollte nicht zu massiv wirken. Der Fang soll zwar zur Nase hin schmaler werden, dabei aber nicht zu spitz aussehen.
Die Nase passt von der Farbe her zum Fell und ist z.B. Leber bei roten Huskys, Schwarz bei schwarzen und grauen Huskys. Manchmal kommt auch eine „Schneenase“ mit nicht komplett ausgebildeten Pigmentierung vor; dies zählt allerdings nicht als Zuchtfehler.
Die Ohren sind aufrecht stehend, mittelgroß und dreieckig, sie sind hoch angesetzt und stehen eng beieinander. |
Die Augen sind entweder blau oder bernsteinfarben (braun), oder aber odd-eyed (ein Auge blau und das andere bernstein). |
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Größe |
Husky-Hündinnen erreichen eine Widerristhöhe von 50 bis 56 cm und Husky-Rüden von 53 bis 60 cm. |
Gewicht
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Erwachsene weibliche Huskys wiegen zwischen 15 und 23 kg, männliche Tiere von 20 bis 28 kg. |
Haarkleid
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Der Siberian Husky hat ein sehr dichtes Doppelfell mit Unterwolle und halblangem Deckhaar. |
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Farbgebung |
Das Unterfell ist meist reines Weiß oder nur mit leichter Färbung, wobei jedoch das Oberfell alle Schattierungen von rot und weiß über grau bis zu schwarz haben kann.
Der Sibirische Husky hat eine markante Zeichnung mit besonders auffälliger Maske (offen oder geschlossen) auf dem Kopf.
Beim Körper ist der Rücken am stärksten gefärbt und die Farbe wird in Richtung Bauch immer heller, wobei Brust- und Bauchbereich meistens weiß sind.
Es gibt auch geschecktes Fell, welches als Pinto bezeichnet wird, jedoch kommt dies seltener vor.
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Charakter & Verwendung
Wesen
Der Siberian Husky wird vom Verhalten her dem Hundevorfahren, dem Wolf, sehr ähnlich beschrieben, da er ein breites Spektrum des Wolf-Verhalten zeigt.
Sie sind dafür bekannt, dass sie eher heulen, „singen“ und „reden“ statt zu bellen.
Siberian Huskies gelten als sehr starrköpfig und eine dominierenden Hunderasse. Sie benötigen eine konsequente Ausbildung und ein „Nichts im Leben ist umsonst"-Trainingsprogramm kann dabei hilfreich sein.
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Sie haben den 45. Rang in Stanley Corens „The Intelligence of Dogs“, da sie eine durchschnittliche Arbeits-/Gehorsamsintelligenz aufweisen.
Sie tendieren dazu eher zu rennen, als zu gehen, weil sie in erster Linie zum Schlittenziehen und für Schlittenhundrennen gezüchtet werden.
Beim Einsatz als Schlittenhund müssen sie auch gut gehorchen, da nicht nur ein einziger Fahrer den Schlitten fährt. Daher wurden und werden bei der Zucht nur die Huskies eingesetzt, welche sich am freundlichsten und folgsamsten erwiesen.
Verwendung
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Arbeitshund
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Schlittenhund
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Schlittenhundrennen
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Hundesport
Schlittenhund
Der Siberian Husky kann bei entsprechender Vorbereitung und Training ein Gewicht ziehen, dass neunmal so groß ist, wie sein Körpergewicht. Dadurch ist er in den arktischen Regionen lebenswichtig für die dort lebenden Stämme geworden und dort ein richtiges Nutztier. Sie verfügen auch über einen exzellenten Orientierungssinn, welcher ihnen auch bei tiefem Schnee dabei hilft, auf dem richtigen (bekannten) Weg zu bleiben.
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Siberian Huskies wurden auch im US Army's Arctic Search-and-Rescue Unit of the Air Transport Command im Zweiten Weltkrieg eingesetzt, da sie so perfekt an arktische Regionen angepasst sind.
Schlittenhundrennen
Siberian Huskies sind nach wie vor für Schlittenhundrennen beliebt. Sie sind immer noch populär für Rennen mit reinrassigen Schlittenhunden und sind schneller als andere Schlittenhundrassen wie der Samojede und der langsamere, aber viel stärkerer Alaskan Malamute. Heute trennt die Rasse jedoch die Linienzucht auf entweder „Renn“-Huskies oder „Ausstellung/Show“-Huskies. Die Rennlinien tendieren dazu längere Beine zu habend, damit sie beim Laufen weiter ausgreifen könnnen. Die Ausstellungs-Huskies sind in der Regel etwas kleiner. |
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Hundesport
Abgesehen von Hundeschlitten-Rennen sind sie auch sehr beliebt bei Freizeit-Mushern (Musher = Schlittenführer) und werden auch für Skikjöring (ein bis drei Hunde ziehen einen Athleten auf Skiern) und eingesetzt.
In Europa sind sie auch bei der Ski-Pulka beliebt; eine Art Schlittenrennen, wobei der Skifahrer auf Langlaufskiern steht und über eine Leine mit dem Hundeschlitten verbunden ist.
Einige Besitzer machen auch Hundewandern und „dog-packing“ (wo der Hund einen eigenen Rucksack hat).
Im Vereinigten Königreich und auch in Australien, gibt es Hunderennen auf Waldwegen mit speziellen Rollern (Scooter) mit zwei Rädern für ein oder zwei Hunde oder ein dreirädriges Gestell für drei oder mehr Hunde. Dieser Sport wurde aufgrund des fehlenden Schnees erfunden.
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Hält man einen sibirischen Husky ohne ihm Schlittenziehen anbieten zu können, so sollte man mit ihm regelmäßig und häufig vor die Tür gehen und unbedingt Hundesport machen, um dem großen Bewegungsdrang dieser Tiere gerecht zu werden.
Pflegehinweise
Die durchschnittliche Lebenserwartung eines Siberian Husky liegt bei guter Pflege zwischen 12 und 15 Jahren. |
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